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Barbara Forever

Barbara Forever

USA 2026, Dok, R: Brydie O'Connor, 101 min

Barbara Hammer (1939–2019) gilt als die wichtigste Vertreterin für experimentelle lesbische Filmkunst. Ihr Kurzfilm »Dyketactics« aus dem Jahr 1974 war international der erste explizit lesbische Film der Kinogeschichte, es folgten bis zu ihrem Tod mehr als 90 weitere, zumeist experimentell-avantgardistische Werke. Brydie O’Connor hat es sich mit »Barbara Forever« zur Aufgabe gemacht, das umfangreiche Schaffen Hammers zu bündeln und über die Jahrzehnte hinweg die Schwerpunkte in ihrer Arbeit deutlich zu machen. Herausgekommen ist dabei ein faszinierendes Porträt, das größtenteils autobiografisch wirkt, weil Bilder und Worte fast ausschließlich von Barbara Hammer selbst stammen. Die Dokumentation macht anschaulich deutlich, wie wichtig es der Filmemacherin zeitlebens war, ihr eigenes Leben, jede ihrer Beziehungen und weitere sehr private Dinge mit der Kamera festzuhalten. Die anfängliche Ablehnung durch das Museum of Modern Art wird dabei genauso thematisiert wie die noch zu Lebzeiten erfolgte Überführung ihres umfangreichen Archivs an die Yale University. Im Mittelpunkt stehen dabei stets die originellen und kunstvollen Bilder Barbara Hammers, für die Fühlen und Sehen eng miteinander verknüpft waren. Selbst dem Tod konnte sie noch etwas aufregend Neues abgewinnen, indem sie auch ihr eigenes Sterben mit der Kamera begleitete und darin Poetisches und Schönes entdeckte. Frank Brenner


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