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Call me Queen

Call me Queen

D/F/GB/KEN 2026, R: Emily Atef, D: Eliane Umuhire, Denise Gough, Dominic West, 105 min

Kenia in den späten neunziger Jahren. Die alleinerziehende Mutter Queen Achungo lässt sich von nichts und niemandem einschüchtern. Erst recht nicht von der irischen Journalistin Anna, bei der sie sich kurzerhand selbst einstellt, um ihre Familie zu versorgen. Doch in ihrem Umfeld fordert die AIDS-Epidemie immer mehr Tote. Nicht, weil es keine Medikamente gäbe, sondern weil diese für die meisten Menschen viel zu teuer sind. Als sich auch bei Queen immer mehr Krankheitssymptome zeigen, kann sie nur dank der finanziellen Unterstützung von Anna behandelt werden, während die Patientinnen und Patienten um sie herum sterben. Wie kann das gerecht sein? Eine Bewegung muss her, die sich den Pharmakonzernen und der untätigen Politik entgegenstellt, mit Queen an der Spitze. Große Themen, die nahbar werden durch das exzellente Schauspiel von Eliane Umuhire (»Planet B«) als Queen und Denise Gough (»Star Wars – Andor«) als Anna – trotz und weniger wegen des Drehbuchs. Viel zu oft dürfen die Figuren nur darüber sprechen, was passiert oder was sie tun werden, statt dass der Film das ausführlich zeigt. So entwickelt sich auch die Freundschaft zwischen Queen und Anna bedauerlicherweise wenig nachvollziehbar. Das ist besonders schade, da in »Call me Queen« ein kompetenter Film über eine zu wenig besprochene humanitäre Krise steckt, der sein volles Potenzial aber nie ganz ausschöpfen kann. Colin Schröder


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