Iván & Hadoum

Iván & Hadoum

ESP/D/B 2026, R: Ian de la Rosa, D: Ilies Fattah, Hadoum Hadad, 101 min

Nach Jahren des Reisens ist Hadoum in ihren Heimatort Almería zurückgekehrt und hat eine Stelle in einer Gewächshausanlage bekommen. Einer ihrer Kollegen dort ist Iván, den sie bereits seit Schultagen kennt – als er noch ein Mädchen war. Die beiden verstehen sich auf Anhieb wieder gut und kommen auch sexuell miteinander klar. Iván möchte im Betrieb die Karriereleiter erklimmen, um seine große Verwandtschaft zu unterstützen. Hadoum hingegen lehnt sich gegen die anstehenden Entlassungen in der Firma auf, was insbesondere dem Firmenleiter ein Dorn im Auge ist. Da Iváns Vater den Betrieb zusammen mit Manuel aufgebaut hat, hat Iván bei diesem noch einen Stein im Brett. Aber seine innige Beziehung zu Hadoum stößt Manuel immer wieder sauer auf. Transmann Ian de la Rosa ist es in seinem Langfilmdebüt – ausgezeichnet mit dem Teddy auf der diesjährigen Berlinale – sehr überzeugend gelungen, eine Transgeschichte zu erzählen, die sich auf die ganz alltäglichen Probleme der Figuren konzentriert. Während die sexuelle Identität von den meisten Beteiligten akzeptiert wird, sind es eher die Widrigkeiten, die aus sozialen Unterschieden, Immigration und Rassismus sowie ökonomischen Gesichtspunkten heraus entstehen, die dem Glück der beiden Liebenden im Wege stehen. Ein weiterer Punkt, der zum Gelingen beiträgt, ist das überaus passende Casting mit Silver Chicón und Herminia Loh in den Hauptrollen, die beide zum ersten Mal vor der Kamera standen. Frank Brenner


Weitere Empfehlungen