anzeige
anzeige
Lynt

Lynt

Lynt

Lynt

Ist das schon Pop oder kann das noch in den Club? – Eine Frage, die Lynt sicher gar nicht interessiert. Mehr noch: Die Einordnung in irgendwelche Genres ist für das Leipziger Duo wohl eher eines der »favourite problems« anderer. Die Frage würde sich auf ebenjenem ersten Song des selbstbetitelten Albums neben den anderen dort aufgezählten Problemen wie »Zombies und Enten«, oder »das eigene genaue Sterbedatum zu kennen« ganz gut machen. Sie würde auch klarstellen, wo Theresa Elflein aka Elfyn und Marco Pilzecker musikalisch stehen: Alles, was flasht, knallt, pusht und elektrifiziert – kurz: alles, was der Synthesizer hergibt, darf sein. Und darüber kommt immer wieder Theresa Elfleins kräftige, mitunter leicht rauchige Stimme. Aus Ermangelung anderer Beschreibungen werden Lynt dann eben gerne auch mal mit Cindy Lauper verglichen. Wenn’s der Vorstellung dient, gerne. Und definitiv sind die zehn Tracks hier poppiger und tanzbarer als die Musik von Marco Pilzeckers früherer Band Captain Capa. Der Ton der Lyrics ist aber irgendwie ähnlich: In Fragmenten zeichnen die Songs Beobachtungen des Alltags, persönliche Beziehungen oder große Fragen des Mensch-Seins – eben favourite problems. Viel mehr als Fragmente sind es aber eben nicht, die einen mitunter auch etwas ratlos zurücklassen. Vor allem, wenn man gerade im Beat steckt und sich in Synthie-Schleifen dreht. Deshalb sind Lynt im Zweifelsfall am besten auf dem Dancefloor aufgehoben. Kerstin Petermann


Weitere Empfehlungen