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T. C. Boyle

T. C. Boyle

No Way Home. Aus dem Englischen von Dirk van Gunsteren. München: Carl Hanser 2026. 384 S., 28 €

T. C. Boyle.

Dr. Terrence Tully arbeitet als Assistenzarzt in einem Krankenhaus in Los Angeles. Sein Leben spielt sich zwischen dem Alltag in der Klinik und seiner kleinen Wohnung ab, außerhalb der Arbeit hat er wenig soziale Kontakte. Durch den Tod seiner Mutter erbt er deren Haus in Boulder City, Nevada. Dort trifft er in einer Bar die attraktive Bethany; sie ist nach der Trennung von ihrem Partner obdachlos und Terry nimmt sie mit zu sich. Gegen seinen Willen zieht sie ein – weil sie sich um Haus und Hund kümmert, lässt er sie bleiben. Langsam entwickelt sich zwischen den beiden so unterschiedlichen Menschen eine enge Beziehung und gegenseitige Liebe – »Liebe. Das war, als würde man an den Weihnachtsmann glauben.« Doch Bethany kann sich nicht von ihrem ehemaligen Liebhaber und ihrem alten Freundeskreis trennen, sie treffen sich immer wieder, auch in Terrys Haus. Die Situation spitzt sich zu – »eine ganze Kette von Schlamasseln«, der Ex-Lover Bethanys und Terry fügen einander schwere körperliche und seelische Verletzungen zu, Bethany steht zwischen den beiden – »Vergeltung auf kosmischer Ebene, Auge um Auge, Zahn um Zahn«. Es entwickelt sich eine perfide Dreiecksbeziehung mitten in der Wüste. Die drei Protagonisten schildern in schnörkelloser Sprache das Geschehen aus ihrem jeweiligen Blickwinkel. Wie wird sich das weitere Schicksal der Charaktere nach dem Eklat entwickeln? Der Autor bleibt eine Antwort schuldig. Viele Details veranschaulichen die gesellschaftlichen Hintergründe sowie unterschiedlichen Lebensentwürfe und Lebenswege der Charaktere. Alles zusammen bildet eine faszinierende Geschichte, die zu fesseln vermag, und am Schluss fragt man sich: Und nun? Ende offen. Joachim Schwend


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