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The Morning Stars

The Morning Stars

A Hymn without a Sound

A Hymn without a Sound

Die Musikgeschichte hat uns schon so manches gelehrt. Etwa, dass sogenannte Supergroups längst nicht immer Supermusik spielen. Das musste das geneigte Publikum in den vergangenen Jahrzehnten anhand der Veröffentlichungen von Bands wie Rock Star Supernova, Asia oder Hollywood Vampires auf mitunter schmerzvolle Weise erfahren. Nun schickt sich anno 2026 mit The Morning Stars eine neue Formation an, den ramponierten Ruf der Supergroup wieder in Ordnung zu bringen. Teil des Quartetts sind neben Sängerin und Keyboarderin Barbara Morgenstern Felix Müller Wrobel (Kante, Sport), Alex Paulick (Kreidler) und Sebastian Vogel (Britta, Kante). Musikalisch bewegen sich The Morning Stars im sphärischen Post-Rock-Bereich. Manchmal werden dabei Erinnerungen wach an die Schotten von Mogwai, in anderen Momenten grüßen Bands wie Stereolab oder The Sea and Cake – beileibe also nicht die schlechtesten Referenzen! Doch anders als den genannten Bands fehlt es der Berliner Band an guten Songs. Dass ihre Mitglieder imstande sind, diese zu schreiben, haben sie mit ihren anderen Projekten zur Genüge bewiesen. So drängt sich der Verdacht auf, dass The Morning Stars als Resterampe annehmbarer, aber eben nicht zwingender Songs herhalten musste. Früher hätte man Stücke wie »Can’t stand up«, »Like this« oder »Chainsaw Fiddle« mutmaßlich als B-Seite einer Single verwurschtet. Aber B-Seiten braucht in Zeiten digitaler Musikfluten nun wirklich keiner mehr. Luca Glenzer


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