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007 First Light

007 First Light

Entwickler/Publisher: IO Interactive, Plattform: PC, Playstation 5, Xbox Series, Nintendo Switch 2 (erscheint später), Preis: 70 €

Bond is back! Natürlich lässt sich darüber streiten, ob die Figur James Bond je wirklich weg war, doch nach dem letzten Kinofilm »No Time to die« wurde es still um den Gentleman-Spion. Nun tritt ein neuer, junger Bond auf. Nicht in einem Film, sondern im Computerspiel »007 First Light«. Wie hier aus dem jungen Soldaten Bond der MI6-Agent 007 wird, ist dennoch ganz großes Kino. Auch wenn die Geschichte das Rad nicht neu erfindet, bleibt sie stets charmant. Beständig bläst ein frischer Wind und liefert immer wieder neue Schauplätze und Szenarien. Egal ob leise in Island spioniert wird, ob brachiale Verfolgungsjagden durch die engen Straßen Londons pflügen: Das Spiel ist durchweg stylisch. Es gibt uns das Gefühl, ein extrem cooler Superagent zu sein; auch, weil man in dem Spiel selbst handeln und denken darf. Oft gibt es mehrere Lösungswege. James kann herumschleichen und brenzlige Situationen mit einer cleveren Ausrede deeskalieren, indem er beispielsweise Wachen einer militärischen Einrichtung überzeugt, bei der Suche nach dem Klo in den Hochsicherheitsbereich geirrt zu sein. Das wirkt genauso valide wie die Option, Probleme mit den Fäusten oder der Pistole zu lösen. Innerhalb der knapp 15 Stunden langen Kampagne geht die Tendenz zwar immer mehr in Richtung brachiale Action, doch seien wir mal ehrlich: Wäre es wirklich James Bond, wenn es zum großen Finale nicht knallt? »007 First Light« ist ein gelungenes Agentenspiel, für das man kein Superfan der auf Ian Flemings Geschichten aufbauenden Franchise sein muss, um Spaß zu haben. Colin Schröder


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