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Die schönsten Jahre eines Lebens Größeres Bild

Die schönsten Jahre eines Lebens

Melancholische Selfies

Passage Kinos, ab 2.7.

Bewertung: 3 Kreuzer

F 2019, 90 min, R: Claude Lelouch, D: Anouk Aimée, Jean-Louis Trintignant, Souad Amidou

Ein Mann und eine Frau lernen sich kennen. Er ist Rennfahrer, sie Skriptgirl beim Film. Beide wollen den Neuanfang. Doch es ist zu früh. Am Ende trennen sie sich, bevor ihre Beziehung richtig beginnen konnte. Claude Lelouch hat nach dieser relativ simplen Geschichte bereits drei Spielfilme gedreht. Immer mit derselben Besetzung. Dabei landete er gleich mit der ersten Verfilmung »Ein Mann und eine Frau« einen Publikumserfolg. Dennoch war dem französischen Regisseur nie dieselbe Aufmerksamkeit vergönnt wie seinen Nouvelle-Vague-Kollegen. Die meisten seiner Filme sind mit der Zeit in den Hintergrund geraten. Nun kehrt er zu seinen Wurzeln zurück. Der Rennfahrer Jean-Louis Duroc lebt mittlerweile in einem Altenheim. Abseits der anderen sitzt er im Garten und gibt sich Tagträumen hin. Als seine ehemals große Liebe Anne Gauthier erfährt, wie es um Duroc steht, besucht sie ihn. In den Gesprächen mit ihm wird beider Vergangenheit erneut lebendig. Man tut diesem Film kein Unrecht, wenn man sagt, dass alles an ihm auf Sentimentalität ausgelegt ist. Hinzu kommen die Verweise auf Lelouchs vorangegangene Arbeiten. Aufnahmen der in die Jahre gekommenen Jean-Louis Trintignant und Anouk Aimée stehen neben solchen aus den Sechzigern. Auch wenn die Handlung bisweilen etwas dürftig ist: Letztlich ist »Die schönsten Jahre eines Lebens« vor allem eine nostalgische Feier ihrer langen Karrieren.

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