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Dust Bunny

Dust Bunny

USA 2026, R: Bryan Fuller, D: Mads Mikkelsen, Sophie Sloan, Sigourney Weaver, 106 min

Die Welt in Bryan Fullers Spielfilmdebüt funktioniert nach ihren eigenen Regeln, ganz so, wie man es von einem der kreativsten Serienschöpfer (»Pushing Daisies«, »American Gods«) der letzten Jahre erwartet. Mit »Dust Bunny« erzählt er ein Schauermärchen für die ganze Familie – also zumindest scheint es zunächst so. Das Haus, in dem die 8-jährige Aurora mit ihren Eltern lebt, wirkt in seinen kräftigen Farben und verspielten Ornamenten wie einem Jeunet/Caro-Streifen entlehnt. Der Einstieg ist märchenhaft, so tut man die Angst des kleinen Mädchens vor dem Monster unterm Bett zunächst als kindliche Fantasie ab. Doch die Hasengestalt, die sich aus den Staubflusen zusammenfindet, ist real – und hat spitze Zähne. Das müssen auch die Eltern erfahren, und so ist das Mädchen bald auf sich allein gestellt. Nur gut, dass Aurora des Nachts ihren schweigsamen Nachbarn beobachtet, wie er in einer dunklen Gasse gegen Drachen und fiese Schergen kämpft. Also heuert sie ihn kurzerhand an, um das Monster zu erlegen. So wird es alsbald actionreich, ganz schön blutig und »Dust Bunny« damit zum höchst unterhaltsamen Albtraum. Sophie Sloan und Mads Mikkelsen geben ein gutes Team ab, das nicht von ungefähr an »Léon – Der Profi« erinnert. Ein Schuss »Matrix« steckt aber auch in der DNA von Fullers Debüt. Auf jeden Fall ist die Mischung frisch, immer überraschend und kreativ – und funktioniert auch dank des Ensembles erstaunlich gut. LARS TUNÇAY


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