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Glen Hansard

Glen Hansard

Don+t Settle: Transmission East & West

Rund zehn Jahre ist es her, da betrat Glen Hansard die Bühne im Gewandhaus. Leonard Cohen war wenige Tage zuvor verstorben und es wurde ein bewegender Abend mit vielen Coverversionen von Cohen und Van Morrison, Hansards ewigem Helden. Als finalen Höhepunkt sang und spielte das 16-köpfige Ensemble ein 20-minütiges Medley, zunächst »So long, Marianne« und schließlich als Spielmannszug die Treppen rauf und runter »Passing Through«. Glückstrunken torkelten wir aus dem Saal, die pure Essenz des Glücks, die nur Musikmachen möglich macht, hatten wir in uns aufgesogen. Am 29. Juli 2026 erreichte die Welt die Nachricht, dass Glen Hansard bei einem Motorradunfall ums Leben kam. Gerade erst hatte er einen Querschnitt seiner Karriere auf Platte veröffentlicht. Von den Anfängen mit The Frames über die Zusammenarbeit mit Markéta Irglová als Swell Season bis hin zu seinen Soloalben und natürlich der einen oder anderen Interpretation der Songs, die ihn prägten. Natürlich ist »Don+t Settle« kein schlichtes Best-of, sondern eine Feier der Songs in ihrem natürlichen Umfeld: der Bühne. An zwei Abenden spielte er sie im Funkhaus Berlin ein, sang seine Lieder gemeinsam mit dem Publikum, so wie er es am liebsten tat, roh, natürlich, einzigartig, ohne zweite Takes oder Overdubs. »I’m grateful every day for this good life of singing.« So ist es in den Liner Notes zu lesen. Und wir sind dankbar, dass er es uns bei jeder Gelegenheit hat spüren lassen. Lars Tunçay


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