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Jenseits des Sichtbaren – Hilma af Klint Größeres Bild

Jenseits des Sichtbaren – Hilma af Klint

Eine Entdeckung

Passage Kinos, Schauburg, ab 5.3., Schaubühne Lindenfels, ab 19.3.

Bewertung: 3 Kreuzer

D 2018, Dok, 93 min, R: Halina Dyrschka

Die schwedische Malerin Hilma af Klint lebte von 1862 bis 1944. Während ihres intensiven künstlerischen Lebens schuf sie ein umfassendes Werk, das es heute neu zu entdecken gilt. Einer adeligen Familie entstammend, deren Männer seit Generationen zur See fuhren und die Meere kartografierten, malte Klint zunächst das, was sie sah. In der Kunstakademie entstanden so Porträts und Landschaftsaufnahmen. Diesen Bildern ist vor allem eines gemein: starke, eindrückliche Farben und geometrische Formen. Seit der Kindheit interessierte sich Klint für die Naturwissenschaft. Deren Erkenntnisse wie die Quanten- oder die Relativitätstheorie, brachten sie dazu, ihre Wahrnehmung der Welt zu überdenken. Sie wendete sich der Theosophie zu, begriff sich als Medium ihrer eigenen Kunst. »Jenseits des Unsichtbaren« zeigt, anhand von Klints Kunstwerken, ihre Entwicklung vom Naturalistischen hin zum Abstrakten. Deutlich stellt die Dokumentation heraus, dass es eigentlich Klint war, und nicht Kandinsky, die als Erste abstrakt malte. Leider legt die Regisseurin den Fokus jedoch zu sehr auf den mystischen Aspekt von Klints Werk. Dabei kombiniert sie die Kunstwerke mit Aufnahmen von Wasser und Bäumen in Endlosschleife. So drängt sich der Eindruck auf, dass da nicht nur eine Künstlerin wiederentdeckt, sondern zugleich ein ganz bestimmtes Bild derselben vermittelt werden soll. Am Ende sind es vor allem Klints Arbeiten, die in Erinnerung bleiben.

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