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Keeper

Keeper

Entwickler: Double Fine Productions, Publisher: Xbox Game Studios, Plattform: Xbox Series, PC, Preis: 30 €

Videospiel-Protagonisten sind divers. Egal ob Grabräuberin, blauer Igel oder ein Stück Toast, für alle gibt es das passende Spiel. »Keeper« bietet den nächsten besonderen Protagonisten, denn hier spielt man einen Leuchtturm. Und was macht man so als Leuchtturm? Man erklimmt einen Berg! Mit einem befreundeten Vogel auf dem Dach läuft der Leuchtturm durch eine Welt, in der nur Spuren an die Menschheit erinnern. Dafür interagiert das Duo mit einer bunten Bandbreite von Wesen, die genauso psychedelisch anmuten wie die Welt, die sie bewohnen. Als Spiel fällt die Reise durch dieses Wunderland minimalistisch aus. Bis auf die lineare Erkundung gibt es oft nur seichte Rätsel. Und auch die Geschichte ist minimalistisch, denn das Spiel kommt im Wesentlichen ohne Texte aus. Und doch hat es große Anziehungskraft. Die wunderschöne Welt löst einen ähnlichen Sog aus wie eine Kunstausstellung, bei der hinter jeder Ecke eine neue Installation darauf wartet, erlebt zu werden. Und es bleibt weder spielerisch noch inhaltlich beim laufenden Leuchtturm. Die Überraschungen, die in »Keeper« stecken, würden eine Basis für drei bis vier verschiedene Spiele bieten. Sobald man sich sattgespielt hat, wartet schon eine neue Idee auf ihre Entdeckung. Mit kurzen vier Stunden Spielzeit ist »Keeper« eine kreative Wundertüte, die nie länger ist, als sie sein müsste oder sollte. Colin Schröder


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