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Shin Megami Tensei V (2021)

Shin Megami Tensei V (2021)

Der Klassiker

Erzengel Gabriel, Oberon aus Shakespeares »Sommernachtstraum« und die griechische Gottheit Dionysos betreten die Bühne. Das ist kein Anfang eines schlechten Witzes, sondern Alltag in »Shin Megami Tensei V«, einem japanischen Rollenspiel. Das Grundprinzip des Spiels erinnert entfernt an »Pokémon« – statt ausgedachter Fantasiewesen sammelt man hier allerdings Götter, Dämonen und Sagengestalten aus den unterschiedlichsten Religionen und Mythologien. Vereinfachend werden sie im Spiel alle unter der Bezeichnung »Dämon« zusammengefasst. Anstatt sie mit einem geworfenen Ball einzufangen, muss man ihnen hier Honig ums Maul schmieren oder, wie das Spiel es nennt, mit ihnen »verhandeln«. Und hat man dann eine beträchtliche Gruppe zusammenrekrutiert, kämpft man sich mit den verbündeten Dämonen durch ein postapokalyptisches Tokio. Dabei geht es nicht nur darum, dass man kämpft, sondern auch um die Frage, wofür man es überhaupt tut. Wer ist gut, wer ist böse? Mit wem will man sich anfreunden? Wie soll eine ideale Welt aussehen? Gibt es überhaupt eine ideale Welt? Das Spiel liefert selbst keine Antworten darauf; die eigenen Moralvorstellungen der Spielenden sind gefragt. Schon die Entscheidung, ob du lieber Beelzebub oder Sandalphon in dein Team aufnimmst, ist ein kleiner Schritt auf diesem Weg. Paula Cespedes


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