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Metroid Prime 4

Metroid Prime 4

Entwickler: Retro Studios, Publisher: Nintendo, Plattform: Nintendo Switch, Nintendo Switch 2, Preis: 59,99 €

Seit 1986 kämpft sich die Kopfgeldjägerin Samus durch fremde Planeten, mit schwankendem Erfolg an den Kassen. Zwar sind die »Metroid«-Spiele nicht so populär wie andere Reihen von Nintendo, doch es gibt genug Fans, die auf den vierten Teil der Subreihe »Metroid Prime« gewartet haben, und das seit der ersten Ankündigung immerhin acht Jahre. Hat sich die lange Wartezeit gelohnt? Zunächst ist alles beim Alten. Aus der Ego-Perspektive erkundet man die Ruinen eines untergegangenen Planeten. Die Feldforschung ist gespickt mit allerlei Rätseln und mit Kämpfen gegen die ansässige Flora und Fauna. So weit klassisch »Metroid«. Auf den zweiten Blick zeigen sich jedoch Neuerungen. Statt eines großen zusammenhängenden Gebiets werden mehrere kleinere durchlaufen, die für sich genommen überraschend linear ausfallen. Verbunden sind sie durch eine große offene Wüste, die Samus mit einem neuen Motorrad durchquert. Wenn man mal nicht weiterweiß, melden sich Nebencharaktere mit Tipps – Samus ist nämlich nicht allein. Mit ihr sind auch einige Soldaten auf dem Planeten gestrandet. Die Gespräche sind jedoch seltsam einseitig, da Samus nie antwortet. So wirken alle Neuerungen halbgar; die Gespräche, die offene Wüste, das Motorrad. »Metroid Prime 4« ist dann am besten, wenn es sich auf seine Wurzeln besinnt und zum Rätseln und Erkunden einlädt. Dagegen wirken die Innovationen zwanghaft und überflüssig. Mehr Fokus auf alte Stärken hätte ein gutes Spiel noch besser machen können. Colin Schröder


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