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No other Choice

No other Choice

KOR 2025, R: Park Chan-Wook, D: Lee Byung-Hun, Ye-jin Son, Woo Seung Kim, 139 min

Im Jahr 2009 gab Park Chan-wook (»Old Boy«) bekannt, er wolle den Roman »Die Axt« von Donald E. Westlake adaptieren. Nach eigener Aussage wusste er damals nichts von der Adaption, die Costa-Gavras 2005 in Frankreich realisiert hatte. Es sollte 16 Jahre dauern, bis Chan-wooks Plan tatsächlich Realität werden würde und »No other Choice« nun als Verwandter von Bong Joon-hos koreanischem Überhit »Parasite« erscheint. Der Film ist eine bitterböse Gesellschaftssatire über Status und den Wert des Materiellen. Man-su hat alles, was er sich erträumt hat. Das macht die Eröffnungssequenz mit dem unwirklichen Himmel über dem Designerhaus überdeutlich, in dessen Garten der Familienvater, seine bildhübsche Frau, seine beiden Kinder und die beiden Hunde gruppenkuscheln. All das wird aber bedroht, als Man-su seinen Job verliert. 25 Jahre hat er in der Papierindustrie gearbeitet. Nun werden er und seine Kollegen wegrationalisiert. Der finanzielle Druck wächst und die Bewerbung in anderen Unternehmen scheint aussichtslos. Also beschließt Man-su kurzerhand, die Konkurrenz auszuschalten. So breit die Umrisse erscheinen, in denen Park die Geschichte rahmt, so unberechenbar ist ihr Verlauf. Jede Szene ist eine Wundertüte an Ideenreichtum, sowohl erzählerisch als auch inszenatorisch ein irrer Ritt. LARS TUNÇAY


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