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Suzi Q

No Sex & Drugs, but Rock’n’Roll

Passage Kinos, ab 2.7.

Bewertung: 2 Kreuzer

AU 2019, Dok, 98 min, R: Liam Firmager

Suzi Quatro ist die Königin des Rock’n’Roll. Sie war die erste Frau, die sich in der Glamrockszene einen Bass umhängte und damit Millionen Menschen erreichte. Gerade ist die Detroiterin 70 Jahre alt geworden. Gründe genug also, einen Dokumentarfilm über die Musikerin zu drehen, die so viele andere Musikerinnen beeinflusste. Einige von ihnen – unter anderem Debbie Harry, Tina Weymouth und Joan Jett – kommen in der Doku des australischen Filmemachers Liam Firmager zu Wort und erzählen, wie wichtig Quatro für ihr eigenes Schaffen war. Und doch bleibt die Sängerin von Hits wie »Can the Can« und »48 Crash« überraschend blass. Denn der lobpreisende Film jagt chronologisch durch ihr Leben, viele Statements sind nichtssagend, es fehlt an lustigen, traurigen, überhaupt bewegenden Anekdoten. Ein bisschen Dramatik kommt durch den familiären Konflikt auf, dass Suzi Quatro, die zusammen mit ihren Schwestern in einer Garagenband anfing, später alleine Karriere machte. Doch sowohl persönliche als auch spannende Fragen zur Rockgeschichte – vom Umgang mit Geschlechterrollen über Gemeinheiten des Business bis zu würdevollem Altern – werden kaum thematisiert, obwohl die Sängerin dazu bestimmt einiges zu erzählen hätte. »Suzi Q« zeigt keine Königin des Rock’n’Roll, sondern nur eine nette Frau im Leder-Jumpsuit.

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