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Vampire: The Masquerade – Bloodlines (2004)

Vampire: The Masquerade – Bloodlines (2004)

Der Klassiker

Wenn der Toaster mit mir spricht, ist die Welt noch in Ordnung. Zumindest als Malkavianer in »Vampire: The Masquerade – Bloodlines«. Als Mitglied dieses Vampir-Clans ist meine Spielfigur durchgeknallt und irgendwie auch genial. Das fasst das ganze Vampirspiel aus dem Jahr 2004 ziemlich gut zusammen. Das erste »Bloodlines« hat heute einen legendären Ruf. Das ergibt eigentlich keinen Sinn, weil das Rollenspiel zu Release wegen vieler Fehler fast unspielbar war. Als 14-Jähriger war mir das damals total egal. Hauptsache, ich konnte wenigstens kurz die hotte Vampirlady Jeanette sehen, die mir schon auf dem Spielcover ihr Arschgeweih entgegenreckte. Abseits von Kurven hat »Bloodlines« noch viel mehr zu bieten. Alle Vampir-Clans sind so unterschiedlich, dass sich jeder Durchlauf jedes Mal anders spielt. Ich kann das nächtliche L.A. relativ frei erkunden, es ist kompakt und vollgestopft mit Geheimnissen und Blutkonserven. Lecker. Und nun ist leider etwas Schlimmes passiert: Der Nachfolger von »Bloodlines« ist erschienen. Der ist kein Rollenspiel mehr, sondern ein, ja, was eigentlich? Sagen wir, eine riesige Enttäuschung. Als ich bemerkte, dass mir der Toaster nicht antworten wollte, jagte ich dem Spiel einen Pflock durch die Installationsdatei. Denis Gießler


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