anzeige
anzeige
Wreckreation

Wreckreation

Entwickler: Three Fields Entertainment, Anbieter: THQ Nordic, Plattform: PC, PS5, PS4, Xbox One / Xbox Series, Preis: 40 €

Eigentlich können Freundinnen und Freunde von Arcade-Racern nicht meckern. »Forza Horizon« hat die Formel aus Geschwindigkeitsrausch und PS-Protzen weitgehend perfektioniert und wird in steter Regelmäßigkeit am Leben erhalten. Einzig, es fehlt die Vielfalt. Electronic Arts hat seine »Need for Speed«-Reihe offenbar ebenso beerdigt wie »Burnout«. Die Schöpfer von Criterion Games arbeiten heute in den Shooter-Minen von »Battlefield«. Die beiden Gründer Alexander Ward und Fiona Sperry haben das Studio 2014 verlassen und die Fans warten seit 2008 darauf, dass irgendwer die Formel wiederbelebt. »Burnout« war einzigartig im Rennspiel-Zirkus. Eine Mischung aus Racer und Crash-Simulator – pures Adrenalin. Mit »Wreckreation« bieten die ehemaligen EA-Entwickler nun endlich eine adäquate Ersatzdroge. Im Prinzip machen Ward und sein Team dort weiter, wo sie bei »Burnout Paradise« aufgehört haben. Auch ihr neues Baby hat eine weitläufige offene Welt mit Rennen gegen herausfordernde Kontrahenten oder gegen die Uhr und den beliebten Road Rages, bei denen man möglichst viele Gegner von der Straße fegt. Man sieht jedoch deutlich, dass hier ein gerade mal zehnköpfiges Indie-Studio am Werk war. Die Welt wirkt ziemlich leer, die Herausforderungen sind weit verteilt und dazwischen gibt es wenig zu entdecken, so dass man bald zur Schnellreise-Option greift. Der »Trackmania«-inspirierte Streckeneditor ist fummelig und lädt kaum zum kreativen Austoben ein. Was bleibt, ist der befriedigende Nervenkitzel, mit 300 Sachen im Gegenverkehr zu rasen, bevor der nächste spektakuläre Crash kommt. Lars Tunçay


Weitere Empfehlungen