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Dokblog 2013

Einfaches, berührendes Porträt

SUPER WOMEN | Israel 2013, 79 min. R: Yael Kipper, Ronen Zaretzky | 3 Kreuzer

  Einfaches, berührendes Porträt | SUPER WOMEN | Israel 2013, 79 min. R: Yael Kipper, Ronen Zaretzky | 3 Kreuzer

superwomenWie Gitterstäbe in Gefängnissen schieben sich die Einkaufswagen in der Nahaufnahme zu Beginn des Films zusammen. Menschen kommen und gehen, kaufen ein. Die, die in dem kleinen Supermarkt in Tel Aviv zurückbleiben, sind die Kassiererinnen, viele von ihnen russische Einwanderinnen. Eine pflegt ein krankes Kind, eine andere schickt Geld nach Usbekistan zu ihrem Mann, den sie seit einem Jahr nicht gesehen hat. Gemeinsam ist allen die chronische Unterbezahlung und die Erniedrigung durch einige Kunden oder den Filialleiter, mit denen sie tagtäglich zu kämpfen haben. Tränen fließen, Intimitäten werden ausgetauscht. Die Filmemacher Yael Kipper und Ronen Zaretzky halten sich dabei jedoch diskret zurück. Sie filmen versteckt an Regalleisten vorbei, die unscharf im Anschnitt zu sehen sind. Und doch kommen sie ihren Protagonistinnen überraschend nah. Sie führen die Kassiererinnen nicht vor, sondern geben ihnen vielmehr eine – wenn auch private –Bühne, auf der ihre Sorgen und Nöte wahrgenommen werden. »Super Women« ist das einfache wie berührende Porträt dieser Frauen, das an Stärke gewonnen hätte, hätten die Filmemacher ein bisschen mehr die Außenwelt mit einbezogen.

> Di 29.10., 16.30 Uhr, Sa 2.11., 16 Uhr CineStar 8, So 3.11., 11 Uhr Cinémathèque in der naTo


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