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Dokblog 2013

Jenseits aller Hoffnung

SICKFUCKPEOPLE | Österreich 2013, 75 min, R: Juri Rechinsky | 4 Kreuzer

  Jenseits aller Hoffnung | SICKFUCKPEOPLE | Österreich 2013, 75 min, R: Juri Rechinsky | 4 Kreuzer

Eines sei als Warnung gleich vorausgeschickt: In Juri Rechinskys Langfilmdebüt »Sickfuckpeople« gibt es keine Hoffnung. Nur kleine, spärlich angebrachte Hoffnungsschimmer, die sofort im eisigen Alltagsgrau ertränkt werden. In drei Kapitel untergliedert porträtiert Rechinsky junge obdachlose Menschen im winterlichen Odessa. Rechinsky klettert zu verwahrlosten Jugendlichen in die klaustrophobische Dunkelheit ihres Kellerverlieses, wo sie sich immer wieder einen Schuss setzen. Gemeinsam mit einem der kindlichen Protagonisten macht er sich auf die Suche nach dessen Mutter und begleitet eine junge Frau, die mit ihrem Freund in einer verfallenen Hütte am Stadtrand haust und vor lauter Zugedröhntheit kaum ein verständliches Wort herausbringt. Entgegen der Forderung ihrer Schwestern will sie ein Kind zur Welt bringen. Über mehrere Jahre hat Rechinsky die jungen Menschen in der Ukraine mit der Kamera begleitet. Im Stil des direct cinema zeichnet er ein packendes wie schockierendes Porträt einer Generation, die jedwede Hoffnung auf eine bessere Zukunft vergessen kann. In der ukrainischen Gesellschaft ist kein Platz mehr für sie. Mit seinem Film taucht er tief ein in ihr tägliches Leben, zeigt, wie sie sich nach und nach selbst zerstören – und erlässt dem Zuschauer keine Schonfrist. Der Titel ist hier trauriges Programm.

Sickfuckpeople Trailer from Novotny on Vimeo.

> Di 29.10., 22.30 Uhr, Mi 30.10., 17.15 Uhr CineStar 6


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