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Dokblog 2013

Sächsische Vielfalt

Der »Fokus Sachsen« wirft einen Blick auf das jüngere sächsische Dokumentar- und Animationsfilmschaffen

  Sächsische Vielfalt | Der »Fokus Sachsen« wirft einen Blick auf das jüngere sächsische Dokumentar- und Animationsfilmschaffen

Das Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm holt die Welt nach Leipzig. In den Wettbewerben und Sonderprogrammen werden unter anderem Einblicke in Regionen ermöglicht, die sich auf der anderen Seite der Erdkugel befinden. Doch auch ganz im Nahen werden spannende Geschichten filmisch erzählt. Im »Fokus Sachsen« zeigt DOK Leipzig jedes Jahr in Kooperation mit dem Filmverband Sachsen eine Auswahl der spannendsten sächsischen Animations- und Dokumentarfilme, die eingereicht wurden.

Dem regionalen wie internationalen Publikum wird ein Programm präsentiert, das sowohl die Lebenswirklichkeit in der Region abbildet, als auch die internationale Ausrichtung der sächsischen Filmemacher zeigt. »Ein bunter Strauß sächsischer Animations- und Dokumentarfilme«, umschreibt Christian Zimmermann, der Leiter des Filmverbands Sachsen, das diesjährige Programm. Der Fokus soll die Vielseitigkeit und Leistungsfähigkeit sächsischer Filmproduktionen widerspiegeln. Zimmermann ist stets darum bemüht, eine Ausgewogenheit hinsichtlich der Stimmung der Filme zu erreichen. Neben ernsthaften und nachdenklichen Arbeiten sind auch fröhliche und humorvolle Streifen vertreten. Der Leipziger Trickfilmer Schwarwel wirft in seinem Animationsfilm »1813 – Gott mit uns« in für ihn ungewohnt ernsthafter Manier einen Blick auf die Völkerschlacht vor 200 Jahren. »Die schöne Anna-Lena« dagegen ist ein humorvoller Rap-Abgesang auf den Sauberkeits- und Schönheitswahn. Der Vierminüter von Ralf Kukula tritt auch im Wettbewerb »Neue Deutsche Animation« an. Der Dokumentarfilm »Blaubeeren – Cerne jagody« erzählt auf poetische Weise vom Blaubeersammeln und dem Verschwinden einer Region. Der Film führt in ein Dorf in der Lausitz und stellt die Heimatverbundenheit der Protagonisten dem zerstörerischen Umgang der Menschen mit der Natur gegenüber. Mit »Sommer in Kommeno« und »repräsent« werden zudem zwei Weltpremieren gefeiert, die weiter in die europäische Ferne streifen. Ersterer begleitet den Freejazzer Günter Baby Sommer ins griechische Kommeno, in das 1943 die deutsche Wehrmacht einfiel und ein Massaker anrichtete. Tief berührt von dem Schicksal des Dorfes komponiert Sommer die »Songs for Kommeno«. »repräsent« hinterfragt den Prozess gesellschaftlicher Stigmatisierung und Identifizierung. Angehörige der Roma-Familie Kwiek lassen den Zuschauer teilhaben an ihrer Auseinandersetzung mit den gegen sie vorgebrachten Vorurteilen.

> »Fokus Sachsen«: Sa 2.11., 17 Uhr, Passage Kinos


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