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Dokblog 2014

Persönliche Erinnerungsfragmente: »Rückblick«

Die Anima-Sektion »Rückblick« zeigt zehn Filme, die sich auf eine zwar persönliche Art und Weise dem Thema Erinnerungen widmen, aber trotzdem noch Raum zur Interpretation und zum Nachdenken lassen.

  Persönliche Erinnerungsfragmente: »Rückblick« | Die Anima-Sektion »Rückblick« zeigt zehn Filme, die sich auf eine zwar persönliche Art und Weise dem Thema Erinnerungen widmen, aber trotzdem noch Raum zur Interpretation und zum Nachdenken lassen.

Dabei sind neben ganz individuellen Familienerinnerungen auch der zweite Weltkrieg ein großes Thema, jüdische Lebensporträts und ein Kampf gegen Ungerechtigkeit in Syrien. Einer der Filme sticht besonders hervor, nicht zuletzt auch durch die überdurchschnittliche Länge von etwa 25 Minuten: »Broken Branches« von der israelitischen Regisseurin Ayala Ben-Nachum Sharot.

Der Film erzählt die Geschichte von Ayalas Großmutter Michal Rechter, die kurz vor Beginn des zweiten Weltkriegs ihre Heimat Polen verließ. Damals war sie erst 14 Jahre alt und realisierte im Moment der Abreise noch nicht, dass sie ihre Eltern nie mehr wiedersehen wird. Behutsam und vorsichtig tastet sich die Künstlerin in die Erinnerungswelt ihrer Großmutter vor, filmt sie beim Schwelgen in alten Tagen, beim Blättern in alten Schulheften und schafft einen magischen Übergang von gefilmter zu animierter Realität. »Broken Branches« ist ein Film voller Ideen und Überraschungen. Die traurige Geschichte einer mittlerweile so reflektierten und faszinierenden alten Dame, die sich ihren Weg durch eine einsame Jugend gebahnt hat.

Animadok / 5 Kreuzer

Broken Branches Trailer 2014 from The Hive Pro Studio on Vimeo.


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