anzeige
Dokblog 2015

Als es dunkel wurde im Saal

Eindrücke vom ersten Tag

  Als es dunkel wurde im Saal | Eindrücke vom ersten Tag

Der erste Tag mit prallem Filmprogramm auf dem diesjährigen 58. DOK Leipzig ist zu Ende - die Kinos waren voll, die Sonne schien, aber ich sah sie nur flüchtig auf dem Weg von Kino zu Kino. Viele Menschen drängen sich vormittags im Cinestar vor den Sälen, aber die Schlangen schrumpfen rasch – alles scheint reibungslos zu laufen.

Es wird dunkel im Kinosaal – und bleibt auch dunkel. Man hört nur den Ton. Eine leichte Unruhe krabbelt von Sitz zu Sitz, aber sofort ist Mark Siegmund, einer der beiden Kuratoren der Reihe Länderfokus Südkorea, da und stellt die kommenden beiden Filme kurz vor. Die Unruhe kann wieder der Geborgenheit im dunklen Kinosaal weichen.

Im Saal 4 des Cinestar ist die Leinwand noch immer schmutzig, was ärgerlich ist angesichts wunderbar klarer Panoramen, die der unter anderem dort gezeigte »Als wir die Zukunft waren« entfaltet.

Zurück im Tageslicht flirrt die Stadt von Menschen, die man für gewöhnlich nicht in dieser Zahl zwischen den Einkaufscentern sieht. Viele von ihnen auf dem Weg ins Kino zu wissen, fühlt sich irgendwie gut an.

Die nachfolgenden Screenings sind alle ausverkauft, die Halle vorm Passage-Kino wirkt wie ein Basar, nur Karten werden nicht getauscht – wer eine hat, hält sie fest. Ein guter erster Tag, nicht nur für das DOK-Festival, auch für das Kino.


Kommentieren


0 Kommentar(e)