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Auf alles, was uns glücklich macht

Auf alles, was uns glücklich macht

IT 2020, R: R: Gabriele Muccino, D: D: Pierfrancesco Favino, Micaela Ramazzotti, Kim Rossi Stuart, 135 min

Anfang der 1980er Jahre werden die Teen¬ager-Kumpel Giulio und Paolo bei einer Demonstration in Rom Zeuge davon, wie der gleichaltrige Riccardo verletzt wird. Sie bringen ihn in ein Krankenhaus. Es entsteht eine Freundschaft zwischen den dreien. Auch Gemma, in die Paolo sich unsterblich verliebt, stößt wenig später zu der Clique – ein Quartett, das jede Menge Veränderun¬gen erfahren wird und dessen Lebenswege sich immer wieder annähern, entfernen und kreuzen werden. Gabriele Muccino macht erneut das, was er am besten kann, und lie¬fert eine Tragikomödie ganz im Stile seines zwanzig Jahre alten Erfolgsfilms »Ein letzter Kuss« ab, in dem er einst ein emotionales Beziehungsgeflecht aufdröselte. Diesmal erzählt er in einer wesentlich größeren Zeit¬spanne. In vierzig Jahren lässt der Regisseur die italienische Geschichte des ausgehenden zwanzigsten Jahrhunderts Revue passieren. In satten, warmen Farben, flankiert von je¬weils zur Ära passender Musik und vor his¬torischen Fixpunkten erschafft er eine nicht allzu tiefschürfende, aber unwiderstehliche Ode an die Freundschaft, an das Verrinnen der Zeit und das Leben, die mit Pierfran-cesco Favino, Kim Rossi Stuart, Claudio Santamaria und Micaela Ramazzotti perfekt besetzt ist. Dazu zitiert der Italiener große Vorbilder wie Ettore Scolas »Wir hatten uns so geliebt« oder Federico Fellinis »Das süße Leben« und variiert deren erzählerische An¬sätze ebenso beschwingt wie melancholisch für ein aktuelles Publikum. Stephan Schwardmann


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