Blood of Dawnwalker

Blood of Dawnwalker

Entwickler: Rebel Wolves, Publisher: Bandai Namco, Plattform: PC, PS5, Xbox Series X/S, Preis: 70 €

Bei Vampirspielen ist’s immer so eine Sache. Je mehr Menschen die Spielfigur aussaugt, desto durstiger wird man. Ein Glas Tomatensaft steht also am besten immer in Griffweite – beim neuen Rollenspiel »Blood of Dawnwalker« noch besser eine ganze Flasche. Im Spiel haben bezahnte Herrschaften ein Tal im mittelalterlichen Rumänien erobert und thronen stilecht in einem Spukschloss hoch über dem Provinznest Svartrau. Bitte stellen Sie sich jetzt Blitze samt Donnerschlag vor. Spielfigur Coen wird zu Beginn ins titelgebende Dämmerblut verwandelt. Tagsüber ist er weiter Mensch, kann jetzt aber sogar zaubern, des Nachts wird er zum Blutsauger. Diesen Wechsel nutzt das Rollenspiel für einige Tricks: Türme kann Coen nur nachts erklimmen, um Schätze und Blutegelfarmen (fragen Sie nicht) auf der Karte aufzudecken. Bevor jetzt Ihr Blutdruck steigt: Nie ist »Dawnwalker« ein Malen-nach-Zahlen wie die Ubisoft-Spiele. Viele Geheimnisse bewahrt das Spiel, die man nur durch Erkunden findet. Dreißig Tage hat Coen Zeit, seine entführte Familie zu retten. Das Erledigen von Aufgaben kostet Zeiteinheiten. Allerdings ist das Spiel nicht gescheitert, wenn man die Familie im Stich lässt. Eher erzeugt es einen angenehmen Druck, jetzt doch bitte endlich Mutter zu retten statt des ausgebüxten Hausschweins. Genügend Zeit zum Zerplatzen von Gegnern bleibt auch noch. Darauf erst mal ein Glas Tomatensaft! Denis Gießler


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