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XCOM (2012)

XCOM (2012)

Jetzt zahlst du es ihnen so richtig heim! Die Jetzt-wird-es-persönlich-Pointe aus ollen Action-Filmen wurde von keinem Spiel so effektiv umgesetzt, wie 2012 von »XCOM«. Die Idee war nicht originell, das ganze Spiel war technisch gesehen ein Remake, es ging um den Abwehrkampf der Menschheit gegen eine Alien-Invasion wie aus dem B-Movie. Ausgetragen wurde der Kampf gegen Greys, Mutanten und Mutterschiffe wie ein Brettspiel. Zuerst investierte man Geld und Ressourcen, dann zog man Söldnerinnen und Söldner wie Spielfiguren von Deckung zu Deckung. Aber Brettspiele können sehr gut sein. Jede Entscheidung wog schwer und konnte zu minutenlangem Brüten führen. Jedes zu spät gestartete Forschungsprojekt, jeder unklug platzierte Satellit und vor allem jedes Kauern in der falschen Deckung konnte schlimme Folgen haben. Denn viele Fehler waren reparierbar, doch der Tod blieb endgültig. Das Spiel führte in die Tragödie. Zuerst benannte man die bunte Söldnertruppe aus einer Laune heraus nach der eigenen Schulklasse oder Redaktion, und dann schaute man entsetzt zu, wie die alle von Aliens umgebracht wurden. Und dann nahm man Rache. In der finalen Mission gemeinsam mit der humorlosen Streberin glorreich all die schlechter benoteten Klassenkameraden zu rächen, daran erinnert man sich auch Jahrzehnte später noch. Jan Bojaryn


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