anzeige
anzeige
Blue Moon

Blue Moon

USA/IRL 2025, R: Richard Linklater, D: Ethan Hawke, Margaret Qualley, Bobby Cannavale, 100 min

Sie waren das Traumpaar des Broadways: Richard Rogers und Lorenz Hart schufen einige der größten Hits des 20. Jahrhunderts. Hart schrieb die cleveren Texte, Rogers komponierte die unvergessenen Melodien. Aus ihrer Feder stammen Evergreens wie »My funny Valentine«oder »Blue Moon« und unzählige Musical-Erfolge. Regisseur Richard Linklater hegte schon länger den Wunsch, das tragische Ende von Lorenz Hart zu verfilmen. In der Hauptrolle: sein Freund und Wegbegleiter Ethan Hawke. Der darf als Hart ein Stakkato an cleveren Dialogen abfeuern, die ihm Drehbuchautor Robert Kaplow (»Ich & Orson Welles«) in den Mund legt. Er zeichnet Hart als einen ebenso bemitleidens- wie liebenswerten Künstler, der neun Monate vor seinem frühen Tod bei der Premierenparty von »Oklahoma!« ein Comeback versucht. Doch seine Liebe zum Alkohol hat einen Keil zwischen ihn und Rogers getrieben. Der feiert mit seinem neuen Partner Oscar Hammerstein II inzwischen noch größere Erfolge. Harts angebetete Elizabeth sieht in ihm nicht mehr als einen guten Freund, auch wenn seine lebendige Fantasie das anders sieht. So bleibt ihm nur die Gesellschaft des Bartenders Eddy und des Pianisten Morty Rifkin. »Blue Moon« ist ein Kammerspiel, das – wie so oft bei Linklater – vom Dauerfeuer seiner Dialoge lebt. Am Ende schwirrt einem der Kopf. Hawkes einnehmende Darstellung, für die er auch für den Oscar nominiert wurde, bleibt einem aber noch lange in Erinnerung. LARS TUNÇAY


Weitere Empfehlungen