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Hiddensee

Hiddensee

D 2025, Dok, R: Annekatrin Hendel, 119 min

In atmosphärischen Schwarz-Weiß-Bildern fährt die Kamera an der Küste Hiddensees entlang. Die dabei rezitierte Liste an prominenten Besucherinnen und Besuchern sowie Bewohnerinnen und Bewohnern scheint kein Ende zu nehmen, galt die Insel doch vielen schon immer als nostalgischer Sehnsuchtsort. Aber Regisseurin Annekatrin Hendel schaut in ihrem neuen Dokumentarfilm über das Urlaubsidyll hinaus, war Hiddensee – in den vergangenen 100 Jahren ebenso wie heute – doch auch immer Sinnbild für die Geschehnisse auf dem Festland. Von Nobelpreisträger Gerhart Hauptmann und Filmstar Asta Nielsen bis hin zum Konflikt zwischen Hochkultur und Ballermann – anhand ehemaliger und aktueller Bewohnerinnen und Bewohner wird die Entwicklung der Insel von den zwanziger Jahren über den Zweiten Weltkrieg, die deutsche Teilung und Wiedervereinigung bis hin zu aktuellen politischen Debatten erzählt. Die Schwarz-Weiß-Bilder lassen die Zeiten miteinander interagieren und teilweise verschwimmen, mit dem deutlichen Hinweis, dass Geschichte sich auch immer wiederholen kann. Einzig die Stimme der jüngeren Generationen wirkt seltsam abwesend, was den Ausblick in die Zukunft etwas unscharf macht. Insgesamt ist Annekatrin Hendel aber ein poetischer Blick auf Land und Leute gelungen, bei dem sich definitiv das Schauen auf der großen Leinwand lohnt. Für den Soundtrack zeichnet dabei Rammstein-Keyboarder Flake verantwortlich. Hanne Biermann


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