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Call of the Elder Gods

Call of the Elder Gods

Entwickler: Out of the Blue, Publisher: Kwalee, Plattform: PC, PS5, Switch 2, Xbox Series X/S, Preis: 22 €

Escape Rooms und altmodische Adventures teilen sich ein Problem: Sie drehen sich um obskure Rätsel, handeln aber angeblich auch von einer Geschichte. Sie spielen in einer Parallelwelt, in der Menschen keine Vorhängeschlösser mehr kaufen – sie sichern ihren Gartenschuppen lieber, indem sie einen versteckten Schließmechanismus mit versteckten Bodenplatten bauen. »Call of the Elder Gods« ist besonders gut darin, die Unwahrscheinlichkeit solcher Rätsel in eine stimmige Geschichte einzubauen. Eine junge Studentin und ein gebrochener Professor machen sich auf eine globetrottende Reise durch exotische und unmögliche Schauplätze. Die Story spielt in den Fünfzigern, zitiert Gruselgeschichten von H. P. Lovecraft und Indiana-Jones-Filme – macht aber keine chauvinistische Geschichte für ältere Herren daraus. Das Abenteuer dreht sich nicht nur um das verbotene Artefakt eines verstörenden Kultes, sondern um Heldinnen auf Selbstentdeckungsreise. Die Protagonistin des Vorgängerspiels »Call of the Sea« tritt diesmal als Erzählerin auf. Sie erlebte 2020 den vermeintlichen Abstieg ins kosmische Grauen als rundum erfrischenden Tropen-Trip. In »Call of the Elder Gods« gehen die blitzgescheite Studentin Evangeline und der flotte Professor auf eine neue Suche. Beide Spiele steuern sich wie Egoshooter ohne Action, wie einst bei »Myst« drehen sie sich um Erkunden und genaues Hinschauen. In welcher Reihenfolge man die Geschichten spielt, ist fast egal, zumal die Pointen meist schon von Weitem zu erkennen sind. Hauptsache, man spielt sie eingekuschelt auf dem Sofa. Jan Bojaryn


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