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Control (2019)

Control (2019)

Der Klassiker

Wenn Sie mal wieder im Bürgeramt sitzen und nicht drankommen, empfehle ich Ihnen »Control«. In dem Action-Adventure zieht Spielfigur Jesse Faden keine Wartenummer, sondern reißt Heizkörper aus den Wänden und schleudert Schreibtische und Wackeldackel auf besessene Gegner. Es hat etwas Kathartisches, diese Unordnung auf dem Amt. »Control« spielt nur in einem Gebäude, dem Ältesten Haus. Das ist ein brutalistischer Klotz im Herzen New Yorks, in dem die Bundesbehörde FBC ihren Sitz hat. Bevor Sie diesen Text jetzt abbrechen: Die Behördenbutze ist noch abwechslungsreicher als die Privatwirtschaft. Statt grauer Gänge befinden sich darin Steinbrüche und die städtische Mülldeponie. Und es wird paranormal. Mordlustige Kühlschränke warten auf Fressi und besessene Schwanen-Tretboote wollen dringend getreten werden. Damit nicht noch mehr passiert, geht man mit Hauptfigur Faden dem Behördenrätsel auf den Grund und sucht das verschollene Bruderherz. Die Grafik von »Control« ist schon sieben Jahre alt, zeigt die Behörde aber immer noch von ihrer Schokoladenseite. Und der zweite Teil, der noch 2026 erscheinen soll, sieht noch besser aus. Darin schwingt man statt Schusswaffen einen großen Knüppel – nicht mehr durch Gänge, sondern inmitten von New Yorks Häuserschluchten. Hauptsache, ich muss nicht warten. Denis Gießler


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