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Halo: Campaign Evolved

Halo: Campaign Evolved

Entwickler: Halo Studios, Publisher: Microsoft, Plattform: PC, PS5, Xbox Series X/S, Preis: 60 €

So eine Granate ist manchmal nötig, um zu zeigen, wer hier der Boss ist. So wie im »Halo«-Remake. Dort klebt der Master Chief, ein Supersoldat in grüner Rüstung, Granaten an Alienärsche. Die Neuauflage fängt dieses Gefühl des Originals sehr gut ein, als Ein-Mann-Armee durch die Ringwelt namens Halo zu pflügen. Ich liebe es, diese Kampfmaschine zu spielen. Das erste »Halo« gehört zu den wichtigsten Ego-Shootern der frühen 2000er Jahre. Damals zeigte das Entwicklerstudio Bungie, dass sich Shooter sehr wohl auch mit dem Gamepad bedienen lassen. Für diesen Test habe ich trotzdem zu Maus und Tastatur gegriffen, wo kommen wir denn sonst hin? Die Neuauflage transportiert »Halo« ins moderne Technologiegerüst Unreal Engine 5, was die Ringwelt verdammt hübsch macht. Mal sieht sie mit ihren Hügeln und Nadelwäldchen aus wie die Schweiz, andernorts wieder wie in Südostasien. Hier würde ich dem Master Chief einen Badeurlaub gönnen. Er nimmt aber lieber die Knarre. Im »Halo«-Remake gibt es mehr Aliens als im Original. Das verspricht Massenschlachten. Dazu wurden Waffen aus späteren Teilen ergänzt, darunter das Energieschwert, was das Spielgefühl aber nicht verändert. Das ist gut und schlecht. Denn das Original war bereits ein sehr guter Ego-Shooter. Leider war die zweite Spielhälfte repetitiv, die das Remake fast unverändert übernimmt. Dass Microsoft für diese Neuauflage ohne Mehrspielermodus 60 Euro verlangt, ist frech. Offenbar ist die Ringwelt nur etwas für Reiche. Denis Gießler


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