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In der Nacht des 12.

In der Nacht des 12.

F/B 2022, R: Dominik Moll, D: Bastien Bouillon, Bouli Lanners, Théo Cholbi, 114 min

Es ist eine schöne Herbstnacht im französischen Alpenstädtchen Saint-Jean-de-Maurienne, in der Clara von einem fröhlichen Partyabend mit Freundinnen nach Hause geht und plötzlich von einer unbekannten Person mit Benzin bespritzt und angezündet wird. Die Polizei kann am nächsten Tag nur noch ihre verkohlte Leiche finden und bemüht sich in den folgenden Wochen darum, den Fall aufzuklären. Doch es gibt lediglich schwache Indizien und sämtliche Verdächtigen aus Claras Umfeld scheinen unschuldig zu sein. Das beunruhigt und bewegt auch die zuständigen Kommissare Yohan und Marceau, denn je mehr Zeit verstreicht, desto aussichtsloser wird es, den Mörder oder die Mörderin zu verhaften. Gleich zu Filmbeginn erfährt das Publikum dann auch durch einige Texttafeln: »Fast 20 Prozent aller Morduntersuchungen bleiben ungelöst. Dieser Film erzählt von einem dieser Fälle.« Die Hoffnung, einen klassischen Krimi zu sehen, ist damit eigentlich sogleich begraben und auch die Inszenierung ist betont sachlich gehalten. Spannend und vor allem aufwühlend und dramatisch ist »In der Nacht des 12.« aber trotzdem, schildert Regisseur Dominik Moll (»Lemming«) die von wahren Ereignissen inspirierte Geschichte doch vor allem als engagierte Ermittlungsarbeit, Kampf gegen bürokratische Windmühlen und ernüchternde Abbildung einer Welt, in der manch schreckliche Tat einfach ungesühnt bleibt. Peter Hoch


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