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Marathon

Marathon

Entwickler und Publisher: Bungie / Plattform: PC, PS5, Xbox Series / Preis: 40 €

Eine der besten Science-Fiction-Serien liegt versteckt, ungefähr 11,9 Lichtjahre entfernt. »Marathon« war in den 1990er Jahren eine Trilogie verkopfter Egoshooter für Mac-Rechner. Ihr Alleinstellungsmerkmal waren im Spiel verteilte Texte, aus denen sich die Geschichte zusammenstückelt: Ein menschliches Kolonieraumschiff namens Marathon reist darin zum Sternensystem Tau Ceti. Doch den Menschen wächst die Sache vom Start weg über den Kopf. Schon auf dem Weg fangen die KI-Systeme des Raumschiffs an, sich zu streiten. Von den Aliens fangen wir hier gar nicht erst an. Und nun hat dasselbe Studio Jahrzehnte später eine Art Fortsetzung veröffentlicht. Das neue »Marathon« spielt noch einmal später auf einer folgerichtig gescheiterten Kolonie, es sieht unerhört schick und gefährlich aus, und man spielt nicht einmal mehr herkömmliche Menschen. In der zerfahrenen Situation schmeißen verschiedene Konzerne Söldner in künstlichen Körpern auf die Ruinen der Kolonie, um sie zu plündern. Das Spiel ist erkennbar nur was für Menschen, die sowohl gerne lesen als auch stressige Onlineshooter spielen. Als synthetischer Körper beamt man sich auf eine faszinierende, feindselige Welt, kämpft gegen die Robowächter der Kolonie und andere Menschen und wird wahrscheinlich spätestens dann erschossen, wenn man mit Taschen voll Beute auf die Abholung wartet. Die Angst auf der Alienwelt aber fühlt sich so echt an, dass man nachher davon träumt. Man ist ja nicht wirklich gestorben. Morgen schnappt man sich den nächsten Körper und geht noch mal rein. Jan Bojaryn


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