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Ninja Motherf*cking Destruction

Ninja Motherf*cking Destruction

D 2025, R: Lotta Schwerk, D: Emma Suthe, Marie Tragousti, Merle von Mach, 79 min

Irgendwann im Leben werden aus den viel zu warmen Sommertagen am See mit Gelächter und Eiscreme viel zu warme Sommernächte in Glitzertops, das dämmerige, blaue Licht des Morgens und Hände, die ein bisschen zu nah aneinander liegen und sich doch nicht wegbewegen wollen. Lotta Schwerks »Ninja Motherf*cking Destruction« begleitet zwei Mädchen beim Erwachsenwerden, auf der Suche nach der eigenen Identität, beim Grübeln über eine ungewisse Zukunft. Und wird dabei, wie es sich für ein gutes Coming-of-Age-Werk gehört, gefühlvoll und zärtlich: Besonders in den Momenten zwischen Handlung und Dialog – den verstohlenen Blicken, den Umarmungen – fängt die Regisseurin gekonnt ein, wie sich dieses diffuse Bauchgefühl anfühlt, ausgelöst von einer Mischung aus Verwirrung, Verliebtheit und Verletzlichkeit. Nur in den seltenen Momenten der großen Gespräche, da stolpert der Film über das eigene Pathos. Die Dialoge sind gestelzt, wirken wie direkte Auszüge aus einem Tagebuch, das zwar zur Verarbeitung der eigenen Gefühle, nicht aber für ernstzunehmenden Gesprächsstoff taugt. Wirklich vorwerfen kann man das einem so persönlichen Film aber nicht. Stattdessen kann man mitnehmen, was funktioniert, den Rest zurückgeben an die Regisseurin, dankbar sein, dass sie sich in ihrem queeren Debütfilm so verletzlich gibt – und hoffen, dass noch viele weitere Filme folgen. ELLEN DREYER


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