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Power Ballad − Der Song meines Lebens

Power Ballad − Der Song meines Lebens

USA/IRL 2025, R: John Carney, D: Paul Rudd, Nick Jonas, Havanna Rose Liu, 99 min

Wo sind sie geblieben, die goldenen Tage? Rick Power weiß jedenfalls: nicht bei ihm. Aus dem vielversprechenden Talent von einst ist ein abgebrannter Hochzeitssänger geworden. Im vollgestopften Transporter reist er von Bühne zu Bühne, singt Hits von Bryan Adams. Seine eigenen Lieder sind nicht gefragt. Selbst Powers Tochter verdreht genervt die Augen, wenn er sie in sein kleines Heimstudio ruft. Bekanntes Terrain für Regisseur John Carney (»Sing Street«). Seit »Once« (2007) bespielt er beharrlich das Genre des Musikfilms. Verpasste Chancen, melancholische Songs, schicksalhafte Begegnungen – das alles sind feste Zutaten seines Werks. Carney-Fans kann es dementsprechend kaum überraschen, wenn Power seine zweite Chance erhält. Nach einem Gig trifft er den ehemaligen Boyband-Sänger Danny Wilson, dargestellt von Nick Jonas, Teil der in den Staaten enorm erfolgreichen Jonas Brothers. In einer bierseligen Nacht schreiben beide neue Musik. Doch als ihr Song Monate später veröffentlicht wird, fehlt Ricks Name in den Credits. Was folgt, ist eine turbulente Achterbahnfahrt durch Emotionen, Partys und handfeste Auseinandersetzungen. Paul Rudd in der Rolle des Rick Power ist eine fantastische Besetzung. Herzzerreißende Momente spielt er mit derselben Mühelosigkeit wie die komischen, in denen er da steht − ein erwachsener Mann in Lederjacke, der versucht, eine Gruppe desinteressierter Partygäste zu animieren. »Power Ballad« bietet Wohlfühlkino im besten Sinne, inklusive berührender Auflösung. Ein kleines Genrejuwel. JOSEF BRAUN


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