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Sonnenplätze

Sonnenplätze

D 2023, R: Aaron Arens, D: Julia Windischbauer, Juliane Köhler, Niels Bormann, 92 min

Sam müsste sich eigentlich freuen, weil sie nach Jahren endlich ihren Debütroman vollendet hat. Aber im Verlag zeigt keiner mehr Interesse, auch privat läuft es für die 27-Jährige gerade nicht so toll. Sie fasst den Entschluss, gemeinsam mit ihrem jüngeren Bruder Fritzi, der ebenfalls an einem Wendepunkt in seinem Leben steht, zum Ferienhaus der Eltern nach Lanzarote zu fliegen. Doch dort hat sich bereits ihr Vater Jo einquartiert, ein erfolgreicher Schriftsteller. Es dauert nicht lange, bis auch noch die Mutter der Kinder mit ihrem neuen Liebhaber im Feriendomizil aufkreuzt. Aaron Arens hat sein Langfilmdebüt »Sonnenplätze« in einer Intellektuellenfamilie angesiedelt, die herrlich dysfunktional ist. Der Fokus der Geschichte liegt auf der Debütautorin, der mit ihrem Erstlingswerk offensichtlich ein großer Wurf geglückt ist, den aber niemand so recht zur Kenntnis nehmen will. Im Laufe des überwiegend auf der sonnendurchfluteten Kanareninsel spielenden Films kommt es zu immer chaotischeren Entwicklungen und Story-Twists, die durchweg von messerscharfen Dialogen flankiert werden. Der überschaubare Cast ist exzellent zusammengestellt und mit Juliane Köhler als Mutter auch sehr prominent besetzt. »Sonnenplätze« wird aber dominiert von Julia Windischbauers einnehmender Darstellung. Die junge Nachwuchsschauspielerin hat eine enorme Leinwandpräsenz und macht neugierig auf weitere Arbeiten. Frank Brenner


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