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The Piano Tuner

The Piano Tuner

USA 2026, R: Daniel Roher, D: Leo Woodall, Dustin Hoffman, Alisen Richmond-Peck, 107 min

Der hörgeschädigte Niki düst mit seinem illustren Onkel Harry zu Luxuskunden, die ihr Klavier oft nur als Deko nutzen, es aber von den beiden Experten stimmen lassen wollen. Niki war ein Wunderkind am Piano, hat aber aufgrund einer Geräusch-Überempfindlichkeit eine mögliche Welt-Karriere verpasst. Als der alternde Harry schließlich im Krankenhaus landet, braucht Niki Geld für die Rechnungen. Zum Glück hat er zuvor bei einem Auftrag zufällig ein ungleiches kriminelles Trio kennengelernt, das Nikis akustische Fähigkeiten zum Knacken von Tresoren nutzen will. Außerdem bandelt der junge Aushilfsganove und Superhörer mit Ruthie, einer asiatischen, überaus ehrgeizigen angehenden Klavier-Absolventin, an. Als es bei einem Auftrag zu einem Mord kommt, will Niki aussteigen. Doch für die Gangster ist er unabkömmlich geworden. Für seine Freundin Ruthie hingegen weniger, denn Nikis Machenschaften gefährden schließlich ihre Karriere. Die Chemie und Performances der Hauptdarsteller sind stimmig wie ein Steinway. Vor allem die Komposition der auditiven – und Nikis emotionaler – Ebene ist eindringlich, etwa wenn dieser immer wieder mit markerschütternden Geräuschen konfrontiert wird oder die Schnittfolge zum Beat passt. Allerdings gibt es auch einige Misstöne durch allzu konstruierte Wendungen und einige reproduzierte Klischees der Hochkultur. MARKUS GÄRTNER


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