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Aldous Harding

Aldous Harding

Train On The Island

Train On The Island

Aldous Harding aus Neuseeland ist bekennend medienscheu und gibt demzufolge nur selten Interviews. Lieber lässt sie ihre einzigartige Musik für sich sprechen. In den raren auffindbaren Äußerungen erfahren wir immerhin, dass sie kein Problem mit den ewigen PJ-Harvey-Vergleichen hat, gern mal mit Future Islands musizieren würde und – wer hätte das gedacht? – Kate Bush mag. Und obendrein, dass ihre Alben meist treffliche Momentaufnahmen ihrer aktuellen Stimmung darstellen. Derzeit scheint es Harding bestens zu gehen, denn ihr neues Album kommt luftig, geerdet und zurückgelehnt daher. Es ist begrüßenswert, dass ihre Reise von melancholischem Goth-Pop zu jazzigem Dream-Pop mit einer melancholischen Note weitergeht. Die Schwere der Melancholie ist ätherischer Kontemplation gewichen. Bereits ihr letztes Werk »Warm Chris« war ausgesprochen zugänglich. »Train On The Island« beweist noch eindringlicher, dass ungewöhnliche Melodieführung durchaus catchy und groovy sein kann und dass große Songwriter-Kunst nicht wehtun muss. Harding trägt ihre wunderbar-wunderlichen Texte pointiert und mega-entspannt vor. Jeder Song eine potenzielle Single. Der langjährige Weggefährte John Parish, den wir auch von Kollaborationen mit PJ Harvey kennen, ist wieder mit am Start. »Train On The Island« macht große Lust auf die anstehenden Konzerte der Künstlerin, die insbesondere live angenehm außerirdisch wirkt. Kay Engelhardt


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