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Fink

Fink

The City is coming to erase it all

The City is coming to erase it all

Fink ist zur Band gereift. Was als Elektro-Soloprojekt von Fin Greenall begann, hat sich vom Blues hin zum Folk entwickelt, den der Brite auf seinem aktuellen Album noch ausufernder im Kollektiv zelebriert. Der Rhythmus-geprägte Sound ist die unverkennbare musikalische Handschrift. Die Worte liegen bluestypisch auf dem Fingerpicking, der Gesang windet sich um den Takt, schwillt auf und ab. Konzeptuell hat die Band sich diesmal am englischen Singer/Songwriter Michael Chapman orientiert, der in den sechziger Jahren in der Cornwall-Folkszene auftauchte und vor allem bei Musikern der Insel bis heute hohes Ansehen genießt. Um seinen Sound zu rekreieren, legte Fink sich eine Maxime auf: Wenn es 1974 nicht existierte, darfst du es nicht benutzen. Der englische Grammy-Preisträger und Musiknerd Sam Okell begleitete den Prozess. Herausgekommen ist ein herrlich analoges Album mit hypnotischem Sound, der sich in den ausufernden acht Stücken frei entfaltet. Das ist alles hochgradig meisterhaft arrangiert und spannend. Eine Verehrung des Albums als Form. Finks neuntes Studioalbum folgt dem vor zwei Jahren erschienenen »Beauty in your Wake«. Der anhaltende Flow kommt vom steten Touren, der Neugier, die Songs auf die Bühne zu bringen und ihnen neues Leben einzuhauchen. Die an Perfektion grenzende Symbiose der Bandmitglieder wird bei ihren Konzerten deutlich. Das kann man im Oktober an zwei besonderen Abenden in Leipzig erleben, mit denen Fink ihre Tour eröffnen. Lars Tunçay


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