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Anne-Caroline Pandolfo: Die Tintenspinner

Anne-Caroline Pandolfo: Die Tintenspinner

Anne-Caroline Pandolfo: Die Tintenspinner. 32 S.

Die beiden tierischen Protagonisten von »Die Tintenspinner« – Tintenfisch und Spinne – haben etwas gemeinsam: Sie sind Achtbeiner. Bei ihrer ersten Begegnung herrscht jedoch Ratlosigkeit auf beiden Seiten. Was ist das nur für ein eigenartiges Tier? Um sich dem anderen vorzustellen, tun sie, was sie am besten können – also Tinte versprühen und Fäden spinnen. Doch der Funke springt einfach nicht über, mag der Tintenklecks auch noch so groß, das Netz noch so ordentlich gewebt sein. Dann malt der Oktopus ein wunderschönes Seepferdchen. Die Spinne ist beeindruckt. Jetzt muss sie sich was richtig Tolles einfallen lassen. Anne-Caroline Pandolfo erzählt ohne Worte mit wenigen reduzierten, aber dafür umso expressiveren Bildern die Geschichte einer erst verhaltenen, schließlich aber lustvollen Annäherung. Besonders die Blicke der beiden zunächst sehr reservierten Tiere sprechen Bände: Was ist denn das für einer? Was will der von mir? Kann der sich nicht verständlich ausdrücken? Es folgt demonstrativer Stolz auf das, was man ist und kann. Doch dann, ganz wunderbarerweise, bricht sich Neugier und Staunen Bahn, ja, sogar Bewunderung für das, was der merkwürdige Fremde da hervorzaubert. Eine unbekannte Welt ist bei dem anderen zu entdecken. Der Tintenfisch und die Spinne lassen sich darauf ein. Und der Betrachter dieser Bilder bekommt Lust, es ihnen gleichzutun. Andrea Kathrin Kraus


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