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Deltawelle

Deltawelle

Wir sind Staub im Kosmos

Wir sind Staub im Kosmos

Neues von der gar nicht mehr so neuen (Neue-)Neue-Deutsche-Welle-Front: Deltawelle sind mit ihrem zweiten Album »Wir sind Staub im Kosmos« zurück! Kosmos ist ein gutes Stichwort, gleicht der Sound der in Berlin und Leipzig ansässigen Formation doch einem angenehm psychedelisch-flirrenden Trip durch den Äther. Synthies und ein pumpender Bass bestimmen das Klangbild, begleitet von repetitiven Drumbeats und Texten, die hochtreibende Philosophie mit Stammtischweisheiten versöhnen. Alles ist relativ, das wusste bekanntlich schon Einstein. Und auch Deltawelle schließen daran an, wenn sie wie im Titeltrack die Diskrepanz zwischen einer sich selbst immer wichtiger nehmenden Spezies und ihrer gleichzeitigen Fragilität besingen. Und eins steht fest: In puncto Griffigkeit sind Deltawelle der akademischen Filterblase weit voraus! Was schon die einleitenden Worte des Albums deutlich machen, die da lauten: »Wenn das die Realität ist, dann mache ich mit.« Das hätte auch ein gewisser Frank Spilker nicht besser texten können, an dessen ebenfalls kosmische Assoziationen hervorrufende Band man sich beim Hören dieses Albums hier mitunter erinnert fühlt. Speziell das Disco-lastige Werk »24/7« der Sterne könnte Pate gestanden haben für »Wir sind Staub im Kosmos«, was auch ein Track wie »Alles kostet Kraft« nahelegt. Darin besingt die Band die Paradoxie, dass in unserer Hochleistungsgesellschaft alles anstrengend werde, egal ob Pausemachen, Arbeiten oder Grübeln. Stimmt! Aber eine Ausnahme gibt es: Deltawelle hören – das kostet nicht, sondern spendet Kraft. Luca Glenzer


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