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Die Sterne

Die Sterne

Wenn es Liebe ist

Wenn es Liebe ist

Totgesagte leben länger. Das gilt auch und gerade für Die Sterne. Nach dem Ausstieg der beiden Urmitglieder Thomas Wenzel und Christoph Leich war die Veröffentlichung des ersten Albums mit neuer Besetzung vor fünf Jahren ein erstes Achtungszeichen. »Hallo Euphoria« aus dem Jahr 2022 konnte die hohe Qualität halten. Und jetzt? Setzt die Band noch einen drauf! Ja, Sie haben richtig gelesen: Die Band. Denn dass Die Sterne genau das (und eben nicht Die Frank-Spilker-Gruppe) sind, kann man auf diesem Album so deutlich hören wie zuletzt auf »Räuber und Gedärm« – und das ist immerhin zwanzig Jahre her. Die beiden (gar nicht mehr so) neuen Mitglieder Jan Philipp Janzen und Phillip Tielsch (beide Von Spar) und die Keyboarderin Dyan Valdés haben sich über die letzten fünf Jahren merklich warmgespielt und offenbaren einmal mehr, dass sie die Sterne-Gleichung – Funk mal Pop plus Krautrock minus Berechenbarkeit plus das gewisse Etwas – im Schlaf beherrschen. Songs wie »Ich nehme das Amt nicht an« (dieser Groove!), »Ändern wir je den Akkord« (dieses Riff!) oder »Es war nur ein Traum« (diese Melodie!) haben auf jeden Fall jetzt schon einen festen Platz auf zukünftigen Sterne-Best-ofs. Und ja, Sie haben recht: Warum dann »nur« vier Schiffchen für Die Sterne? Ganz einfach: Weil die Messlatte in diesem Fall aufgrund vergangener Veröffentlichungen wie »In echt« (1994) und »Posen« (1996) in geradezu unerreichbarer Höhe liegt. Aber auch wirklich nur deshalb! Luca Glenzer


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