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Satt

Satt

Oh No!!!

Oh No!!!

Rastlos ist der Rhythmus, elektronische Blitze zucken auf. Unaufhaltsam winden sich Gitarrenklänge in den Schallrausch. Joachim »Jo« Wespel aka Beatdenker (u. a. Zur Schönen Aussicht), Christian Weber (u. a. schon Teil des Michael-Wollny-Trios gewesen) und Alfred Vogel (u. a. How Noisy are the Rooms?) wuchten nach ihrer ersten gemeinsamen Improvisation, »Oh Yeah!!!«, nun den gut 43-minütigen Track »Oh No!!!« in die Welt. Das Trio aus Deutschland, Österreich und der Schweiz überzeugt mit einer durchgehenden Strahlkraft, einer nicht zu bändigenden Energie, die (auch) durch die Aufnahme pulsiert. Webers Bass ist unberechenbar, Vogels Schlagzeug ganz ungestüm und dazu rauschen Wespels elektronische Samples – mal Floskeln aus Lauten oder Melodien. Insbesondere Letztere schweben über dem Zusammenspiel, sie wandeln sich von geräuschvoller Wirrnis zur eindringlichen Tonfolge und umgekehrt. Letztlich sind Satt die Summe ihrer drei Einzelteile, die sich immer wieder neu aneinandermorphen. Fasziniert, vielleicht manchmal verdutzt, hört man sich so in das bewegende Klangkaleidoskop ein. Ein besseres Fazit gibt die warme Stimme eines der Samples, das an dieser Stelle fast schon gespenstisch wirkt, zwischen den reibenden und treibenden Tönen: »A-A-Amazing!« Claudia Helmert


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