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Get Well Soon

Get Well Soon

Minus the Magic

Minus the Magic

Get Well Soon, das Alias von Songwriter Konstantin Gropper, ist in Deutschland seit mittlerweile zwanzig Jahren eine feste Größe im Bereich der verschrobenen Popmusik jenseits des Mainstreams. Die Synthesizer-Ästhetik des Vorgängers »Amen« tauscht Gropper auf »Minus the Magic« gegen geradlinigen Rock mit »klassischer« Bandbesetzung. Der live im Studio eingespielte, druckvolle Sound kommt mit wenigen Spielereien aus und hebt sich dadurch von den sperrigeren Einträgen in der Get-Well-Soon-Diskografie ab. Inspiriert ist der Sound laut Gropper von den Bands seiner Jugend – wie Nirvana oder Sonic Youth. Dass Get Well Soon kein zerrendes Feedback-Gewitter loslässt, ist nicht überraschend, aber die Songs treiben zäh in gemäßigtem Tempo vor sich hin und »OK« oder »There’s Waldo« könnten etwas zu leicht als Untermalung beim Fußball-Public-Viewing durchgehen. Leider wird der Titel des Albums dadurch zur selbsterfüllenden Prophezeiung – die Anlehnung an die Vorbilder der Jugend ist erkennbar, aber die Magie, das gewisse Etwas, fehlt. Positiv sticht »When they cheer you’re wrong« mit seiner ruppigen, düsteren Post-Punk-Ästhetik heraus, die wun- derbar zu Groppers Stimme passt. Das in »Here’s some Feedback« angedeutete Gitarren-Feedback fällt zwar überraschend sanft aus, bietet aber einen stimmungsvollen und willkommenen Kontrast zum stampfenden Sound des restlichen Albums. Mehr Mut zum Experiment hätte Groppers Rock-Platte gutgetan. Der stilsichere Schunkel-Rausschmeißer »That’s not me« beweist zuletzt noch mal, dass Groppers musikalische Stärken in anderen Gefilden liegen. Jakob Semmer


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