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Music for Intersecting Planes

Music for Intersecting Planes

Leila Bordreuil + Kali Malone

Leila Bordreuil + Kali Malone

Aus der Ferne tönt ein tiefer Weckruf. Dieses ausgedehnte Pfeifen gibt hinreichend Zeit, sich für das anstehende Ritual einzufinden, sich dorthin zu träumen, wo man die Klänge gerade vermutet. Allmählich zieht die Lautstärke an und immer klarer lassen sich die triefenden Töne der Orgel zuordnen. Es hallt und durch die suggerierte Weite packen, verlocken und fesseln die Klangschlingen. Dazwischen haucht es plötzlich gespenstisch. Die Melodien schwellen wiederholt an und geräuschvoll ab und treiben so die Hörerinnen und Hörer allmählich und gleichwohl kraftvoll in einen Zwischenraum aus Musik. Und ebenda fassen die Cellomelodien an, die über den raunenden Klangflächen verglühen. Die Töne reiben, verdichten sich und ganz selbstvergessen, hell, gereinigt findet man sich am Ende der Eröffnungsstücke von »Music for Intersecting Planes« wieder. Mit der gemeinsamen Veröffentlichung sind Kali Malone an der Orgel und Synthesizern sowie Leila Bordreuil an Cello und Effektgeräten zu einem würdigen, musikgewordenen Zeremoniell zusammengekommen. Die eindringlichen und gleichwohl schwelgerischen Klänge schmelzen die Zeit. Und den lebhaften Liveaufnahmen aus der Kirche Saint-Théodule in La Tour-De-Peilz in der Schweiz hört man die dunkle, besinnliche Höhe und Weite des Kirchenschiffs an – bezaubernd! Claudia Helmert


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