Alma Mestiza
Rebecca Lane ist eine Kriegerin. So bezeichnete sie sich zumindest selbst, als sie mit einer Gruppe Rapperinnen zwei Monate durch Mittelamerika tourte, um zu kämpfen. Mit Worten, versteht sich. Denn Gewalt gab es schon genug im Leben der Guatemaltekin: Also rappt sie gegen die Gewalt des Bürgerkriegs, den sie als Kind miterlebte, und der Militärdiktatur, deren Gräuel sie aufklären will. Gegen die Gewalt gegen Frauen, die in ihrer Heimat oft bis zu Vergewaltigung oder Mord führt. Gegen die Gewalt gegen die indigene Bevölkerung. Und auch wenn man kaum ein Wort versteht, wenn Rebecca Lane rappt, weil man den Spanischkurs viel zu früh abgebrochen hat, spürt man doch die Wut und den Veränderungswillen auf ihrem dritten Album, das dennoch auch fröhlich und lebensbejahend klingt. Mit Beats, zu denen man nicht in den Krieg, sondern auf die Tanzfläche ziehen will.