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Scorn

Scorn

Anamnesis +

Anamnesis +

Dunkler kann keine Klanglava glimmen! Scorn, gegründet 1991 von zwei Ex-Mitgliedern der Grindcore-Pioniere Napalm Death und bald nur noch verkörpert vom Blast-Trommelmonster Mick Harris, sind zwar mehrfach für tot erklärt worden und krochen untot zurück aufs Soundschlachtfeld, aber die letzte Verkündung fühlt sich offiziell an. Zeit also, das Erbe angemessen in die Zirkulation zu schieben. »Anamnesis: 1994–97« versammelte 1999 bereits Teile des Frühwerks auf einer CD, darunter die erste Peel-Session und einen Remix der Psycho-Elektroniker Coil. Die nun als 4er-LP auftrumpfende Plus-Version erweitert das beträchtlich, wobei der Zeitstrahl von 1992 bis 2000 gedehnt wird, und bringt auch zwei Stücke, die unter Klarnamen erschienen. Was am grimmigen Charakter nichts ändert: Über finstere Landschaft schaben minimalistische Dub-Konstrukte auf Schwerst-Beats und verbreiten auf Höchstniveau gute schlechte Laune. Dass Harris, der quasi Illbient und Dark Dubstep vorwegnahm, jene auch heute noch zur erschütternden Wirkung bringt, kann zudem mit den aktuellen »Culvert Dub Sessions 7« auf L.I.E.S. Records nachvollzogen werden. Alexander Pehlemann


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