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Sunn O)))

Sunn O)))

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Laut Stephen O’Malley und Greg Anderson, der Kernbesetzung von Sunn O))), habe die Nähe zur Natur bei den Aufnahmen im idyllisch gelegenen Bear Creek Studio einen unmittelbaren Einfluss auf die sechs neuen Stücke gehabt. Und siehe da, er ist tatsächlich hörbar: im Opener »Xxann« etwa, der bandtypisch entschleunigt und klanglich gewaltig daherkommt, die Gitarren-Drones aber mit plätscherndem Wasser und im letzten Drittel auch mit zartem Vogelzwitschern hinterlegt. Beim verhältnismäßig kurzen und rhythmisch wie melodisch leichter nachvollziehbaren Closer »Glory Black« macht das einleitende Riff nach drei Minuten Platz für eine Handvoll dräuender Klavieranschläge, die vom Geräusch fließenden Wassers begleitet werden. Sunn O))) setzen damit willkommene Konterpunkte zur tektonischen Masse ihrer Gitarren. Zwischen den beiden Titeln liegen rund 50 Minuten soliden Handwerks, das neben zarten Field-Recording-Einflüssen aber ein paar mehr strukturelle und klangliche Ausreißer hätte vertragen können. »Xxann« und »Glory Black« sind eine klare Empfehlung als Einstiegspunkt. Die Rezeption der Band reicht von kultischer Verehrung bis hin zu Ratlosigkeit, wieso man sich den Lärm anhören solle, aber mit Rationalität kommt man bei dieser Band nicht weit. Ähnlich wie das Betrachten eines Sonnenaufgangs oder des Sternenhimmels fußt ihr klanglicher Maximalismus auf rein emotionalem und physischem Erleben. Eine Alltäglichkeit wie ein Sonnenaufgang vermag das Innerste des Menschen zu berühren. Sunn O))) ist der perfekte Soundtrack dafür. Jakob Semmer


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