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That's Why the Lady is a Champ

That's Why the Lady is a Champ

USA 2026, R: David Michôd, D: Sydney Sweeney, Coleman Pedigo, Merritt Wever, 135 min

Hollywoodfilme über Kampfsport bedienen sich meist derselben Blaupause: Entlang der einzelnen Stationen einer Karriere erzählen sie vom Kampf des Underdogs ins Rampenlicht; Abstieg, Drogen und der Kampf zurück in den Ring sind obligatorisch. Auch David Michôd (»War Machine«) bedient sich in seiner Nacherzählung der Geschichte von Christy Martin, die in den 1990er Jahren zur erfolgreichsten Profiboxerin der USA aufstieg, dieses Schemas. In ihrer Autobiografie beschreibt sie die gewalttätige Ehe mit ihrem Manager Jim Martin, ihr Coming-Out und die Diskriminierung von Homosexualität im Boxsport. Diese Aspekte rückt das Biopic in den Mittelpunkt, erzählt aber auch recht konventionell das Drumherum: Christys Aufwachsen in einer Arbeiterfamilie in einer Kleinstadt in West Virginia, ihre Begeisterung fürs Boxen, die von ihren Eltern ebensowenig akzeptiert wird wie ihre Beziehung zu Rosie. Der erfolgreiche Trainer Jim Martin scheint ihr Ticket aus der Enge des Elternhauses zu sein. Allerdings gibt der sich von Anfang an als Arschloch. Er ändert sich über die kommenden Jahrzehnte nicht, in denen er ihr Manager und Ehemann wird und Christy einen Erfolg nach dem anderen einfährt. Insofern ist es schwierig nachzuvollziehen, warum sie nicht früher das Weite gesucht hat. Trotzdem hält man als Zuschauer zu ihr. Die Kampfszenen sind dynamisch fotografiert, Sydney Sweeney spielt Martin mit Hingabe und Ben Foster überzeugt als furchteinflößender Lappen. LARS TUNÇAY


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