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The Chronology of Water

The Chronology of Water

USA/F/LET 2025, R: Kristen Stewart, D: Imogen Poots, Thora Birch, Jim Belushi, 128 min

Die Kindheit von Lidia und ihrer älteren Schwester Claudia ist überschattet von einem dominanten, übergriffigen Vater und einer drogensüchtigen Mutter. Im Schwimmen glaubt Lidia Heilung zu finden, doch die Chancen auf eine Olympiateilnahme verpuffen, als sie selbst alkohol- und drogenabhängig wird. Nebenbei bringt sie autobiografische Erlebnisse und Gedanken zu Papier und erhält durch eine Freundin die Möglichkeit, an einem Workshop mit dem gefeierten Schriftsteller Ken Kesey teilzunehmen. Der ermutigt sie, sich ihren Dämonen zu stellen und ihre Verletzungen im Schreiben zu kanalisieren. »The Chonology of Water« basiert auf dem erstmals 2011 erschienenen autobiografischen Buch von Lidia Yuknavitch. Die musste nicht nur den sexuellen Missbrauch in ihrer Kindheit verarbeiten, sondern auch die Totgeburt ihres ersten Kindes und die Abgründe ihrer Drogensucht. Das alles hat Schauspielerin Kristen Stewart (»Love Lies Bleeding«) in ihrem Langfilmdebüt als Regisseurin exzellent auf die Leinwand gebracht. In einem fragmentarischen Stil, der Momentaufnahmen eher emotional und symbolisch miteinander in Verbindung bringt, als einer klaren narrativen Linie zu folgen. Auf diese herausfordernde Herangehensweise muss man sich einlassen können, wird dann aber mit einer beeindruckenden Lebensgeschichte belohnt, die auch dank Imogen Poots’ intensiver Schauspielleistung sehenswert ist. Frank Brenner


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